Strom sparen in der Firma

Strom sparen in der Firma, lohnt sich das überhaupt? Es lohnt sich sogar sehr und ihr werdet überrascht sein, wie viel Geld sich im Jahren sparen lässt, wenn ihr euren derzeitigen Stromverbrauch im Unternehmen einmal genauer unter die Lupe nehmt. Hierbei spielt es auch keine Rolle, in welcher Branche ihr tätig seid.

Wie viel Strom kann man in der Firma sparen?

Dies hängt sehr davon ab, wie große eure Firma ist und wie viele Mitarbeiter beschäftigt werden. Es lassen sich aber bereits mit kleinen Umstellungen viele hundert Euro an Stromkosten im Jahr einsparen.

Strom sparen Firma

Ich habe einige dieser Stromspartipps für euch zusammengestellt.

Die Bürogeräte richtig ausschalten

Fangen wir mit den Bürogeräten. Bei diesen könnt ihr Strom sparen, wenn diese nach Feierabend richtig ausgeschaltet werden und nicht im Ruhemodus verbleiben. Dies gilt ganz besonders für den PC, den Monitor und den Drucker. Warum sollen diese unnötig Strom verbrauchen, wenn diese gar nicht benötigt werden!

Auch wenn der Standby-Modus auf den ersten Blick nur wenige Watt pro Stunde verbraucht, so kann sich deren Verbrauch über das Jahr gesehen, summieren.

Verbraucht der PC-Arbeitsplatz pro Stunden ca. 15 Watt und wäre für 12 Stunden ungenutzt, dann wären wir immerhin bei einem unnötigen Stromverbrauch von 180 Watt. Rechnen wir diesen Verbrauch auf 300 Tage im Jahr, dann läge der Verbrauch bei 54 kWh oder 16,20 Euro.

Diese Ausgabe muss nicht sein. Wobei es sich hierbei nur um einen Arbeitsplatz handelt. Bei einer Firma mit 10 Büroarbeitsplätzen wären wir bereits bei einem Stromverbrauch von 162,00 Euro im Jahr.

Die Geräte in der Küche überprüfen

Wenn eure Firma eine Küche für die Mitarbeiter hat, so lohnt ein genauerer Blick auf den Stromverbrauch der Küchengeräte. Dies gilt besonders für Kühlschränke, Geschirrspüler und Herde, welche älter als 15 Jahre sind.

Nehmen wir den Kühlschrank als gutes Beispiel, welches zeigt, weshalb ein Austuasch lohnen könnte.

Ihr habt in eurem Betrieb einen 12 Jahre alten Kühlschrank, der einen jährlichen Stromverbrauch von 600 kWh aufweist, dies macht umgerechnet 180 Euro.

Ein neuer Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse A++ kostet 200 Euro (Brutto) und verbraucht im Jahr nur noch 160 kWh also 48 Euro. Die Ersparnis würde somit 132 Euro im Jahr betragen und bereits nach 18 Monaten wäre der Kaufpreis wieder hereingeholt.

Beleuchtung überprüfen und sparen

Die Einsparung der Beleuchtung im Büro oder der Betriebsstätte sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Nutzt ihr noch Glühbirnen, Halogenlampen oder alte Leuchtstoffröhren, so ist eine Überprüfung und das Ausrechnen des genauen Stromverbrauches sehr zu empfehlen.

LED-Lampen sind hierbei das Mittel, um richtig viel Strom zu sparen. In vielen Firmen finden sich bereits Leuchtstoffröhren an den Decken. Was nicht verwundert, sparen diesen gegenüber der klassischen Glühbirne bereits viel Strom ein.

Strom sparen Beleuchtung

Dennoch kann sich ein genauerer Blick lohnen, gerade wenn es sich um älteren Leuchtstoffröhren handelt.

Aber rechnen wir einfach mal nach. Wenn solch eine Leuchtstoffröhre 60 Watt pro Stunde verbraucht und leuchtet 12 Stunden am Tag, so liegt der Stromverbrauch bei 720 Watt oder 0,21 Euro. Dies macht beispielsweise bei 10 Röhren einen Verbrauch von 2,16 Euro pro Tag und würden diese an 300 Tagen im Jahr leuchten, dann wären 648 Euro an Stromkosten fällig.

Parktischweise lassen sich die alten Röhren durch LED-Röhren austauschen. Solche LED-Leuchtstoffröhren verbrauchen ca. 20 Watt und somit würde bei 10 Röhren der Verbrauch im Jahr auf 216 Euro sinken, was eine Ersparnis von 432 Euro macht.

Die Anschaffung solcher LED-Röhre kostet um die 25 Euro. Schon im ersten Jahr macht sich der Austausch bezahlt.

Stromverbrauch der Betriebsmittel überprüfen

Viele Betriebsmittel benötigen Strom und gerade bei älteren Geräten kann es sich durchaus lohnen, deren Energieverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei lässt sich mitunter nicht nur der reine Stromverbrauch senken, sondern auch weitere Betriebsstoffe, welche für deren Betrieb oder die Produktion nötig sind.

Strom selber produzieren

Wenn ihr über die nötigen Voraussetzungen (große Dachfläche oder Freiflächen) verfügt, dann kann die Anschaffung einer Photovoltaikanlage eine Überlegung wert sein. Mit solch einer Anlage könnt ihr euren Strom selber produzieren, was euch deutlich unabhängiger von den Energieversorgern und deren Preispolitik macht.

Je mehr Strom ihr dabei selber produziert, umso mehr könnt ihr davon profitieren. Dabei wäre es theoretisch denkbar, bei einem Stromüberschuss durch die Einspeisevergütung eine zusätzliche Einkommensquelle zu erschließen.

Was sollte man mit der Stromersparnis machen?

Wie ihr bereits erkennen konntet, lassen sich mit wenigen Spartipps bereits viele hundert Euro im Jahr einsparen. Was ihr mit dieser Ersparnis als Selbstständige und Unternehmer macht, dies bleibt ganz euch überlassen.

Denkbar wäre es aber unter anderem, diese Ersparnis zu nutzen, um noch nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, um den Energiebedarf zu reduzieren, so beispielsweise bei den Heiz- und Wasserkosten.

Des Weiteren lohnt der Blick darauf, wie man die Firma generell nachhaltiger ausrichten kann. Diese Thematik wird in den nächsten Jahren meiner Meinung nach, immer wichtiger und auch eure Kunden werden darauf immer mehr Wert legen.

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