Wie wichtig ist die Buchführung für Selbstständige?

Die Buchführung zählt zu den Grundbausteinen einer erfolgreichen Selbstständigkeit. Somit ist diese sehr wichtig und sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob du unter die Kleinunternehmerregelung fällst oder bereits umsatzsteuerpflichtig bist.

Für viele Selbstständige ist die Buchführung ein notwendiges Übel. Es gibt viele interessantere Dinge, mit welchen diese sich lieber beschäftigen und die Führung ihrer Bücher gerne aufschieben würden.

Solch eine Einstellung gegenüber der Buchführung sollte man allerdings schnell ändern und diese wirklich als wichtigen Teil seines Unternehmens sehen. Hierfür gibt es auch mehrere Gründe, welche ich dir gerne kurz erklären möchte.

Warum ist die Buchführung so wichtig?

Die Buchführung ist für das Finanzamt und deine Steuererklärung sehr wichtig. Mittels der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermittelst du alle Einnahmen und Ausgaben sowie den möglichen Gewinn, diese wird dir durch die Buchführung ermöglicht.

Sowohl deine Steuererklärung als auch die EÜR möchte das Finanzamt von dir einmal im Jahr übersendet bekommen.

Buchführung Selbstständige

Wenn du umsatzsteuerpflichtig bist, dann wird mittels der Buchführung die zu zahlende Umsatzsteuer errechnet, welche du an das Finanzamt zahlen musst. In der Regel wird diese quartalsweise abgerechnet und diese ist somit hierbei ebenfalls sehr wichtig.

Nicht zu vergessen ist bei der Buchführung, dass du mit dieser eine genaue Kenntnis darüber besitzt, wo du mit deiner Firma finanziell gerade stehst. Durch die Buchhaltung bekommst du einen ganz genauen Einblick in deine Zahlen, diese sollte natürlich stets aktuell sein.

Gleichzeitig ermöglichen dir die Zahlen auch eine bessere Planung möglicher Investitionen und du kannst sehr genau das Wachstum deiner Firma nachvollziehen.

Möchte man eine Finanzierung von einer Bank beanspruchen oder hat es bereits, dann kommt man um eine ordentliche Buchführung sowieso nicht herum, dessen muss man sich als Selbstständiger bewusst sein.

Bin ich überhaupt Buchführungspflichtig?

Eine Frage, die sich gerade Existenzgründer sehr gerne stellen. Laut § 241a HGB bist du als Selbstständiger nicht dazu verpflichtet, wenn du bei zwei aufeinanderfolgende Jahren einen Gewinn von 60.000 Euro sowie einen Umsatz von 600.000 Euro nicht überschreitest.

Dies gilt laut Handelsgesetzbuch jedoch nur für dich als Person, aber nicht für andere Unternehmensformen.

Aber wie anfangs bereits angesprochen, benötigst du dennoch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung und diese wird dir am besten durch eine ordnungsgemäße Buchführung ermöglicht. Somit ist es sehr gut, wenn du diese von Anfang an gleich anwendest.

Buchführung selber machen oder machen lassen?

Diese Frage musst du dir selber beantworten. Möchtest du dich gar nicht damit beschäftigen und dich hingegen ganz auf deine Kernkompetenzen konzentrieren, dann kann ein gutes Steuerbüro die beste Wahl für dich sein. Das Steuerbüro würde dann für dich die Buchhaltung übernehmen. Es wäre auch denkbar, einen Buchhalter anzustellen.

Gleichzeitig gibt es aber auch inzwischen nützliche Buchhaltungssoftware in Verbindung mit Apps für dein Smartphone, welche dir selbst die Buchführung erleichtern.

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